Reise nach China im Juni 2011

Motto: Gärten und Kanäle und ein Zwischenstopp in Kopenhagen

Route

Auf der diesjährigen Reise nach China hatten wir auf dem Hinflug einen Zwischenstopp in Kopenhagen. In China waren unsere Stationen Beijing (wie üblich) und dann eine Fahrt in die Städte Wuxi, Tongli und Suzhou mit ihren Gärten und Kanälen. Von dort ging es zu unserem Aufenthalt am Meer und anschließend wieder zurück nach Beijing.


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1. Flug nach Beijing mit Zwischenstopp Kopenhagen

Kopenhagen
Kopenhagen

Dieses Jahr hatten wir einen Flug mit SAS über Kopenhagen gebucht. Beim Hinflug hatten wir in Kopenhagen einen Aufenthalt von ca. 6 Stunden, den wir für eine Besichtigung nutzen wollten.
Wir saßen vor dem Abflug noch gemütlich in der Lounge und sahen wie die Maschine aus Kopenhagen landete. Wir hatten noch Zeit bis zum Boarding und nahmen noch eine Kleinigkeit zu uns. Plötzlich sahen wir, wie der Bus mit den Passagieren zu dem Flugzeug fuhr. Wir packten schnell unsere Sachen und machten uns auf dem Weg zum Gate. In der Zwischenzeit wurden wir auch schon im Flughafen ausgerufen. Am Gate wurden wir empfangen und der Bus stand für uns bereit. Der Flug nach Kopenhagen dauerte eine gute Stunde und wir landeten um 14:00.

Kopenhagen
Kopenhagen

Es war sonnig mit angenehmen Temperaturen. Unser Handgepäck konnten wir am Flughafen abgeben und danach ging es mit der Metro in die Stadt. Das dauert nur 20 Min. und bietet sich damit bei einem Aufenthalt an. An der Station Nytrov stiegen wir aus. Zuerst schlenderten wir an einem Kanal entlang, bei dem man zu Rundfahrten starten konnten und dessen Strasse mit Kneipen gesäumt war. Weiter ging es Richtung Meer und dort am Ufer entlang. Vorbei ging es am Theater mit Blick auf das Gegenüberliegende Opernhaus und an der Amalienborg vorbei bis zum Kastellet. Von dort aus nochmals vorbei an der Amalienborg und Marmorkirche zum Schloss Rosenborg. Und weiter ging es durch verschiedene Strassen und Gassen vorbei am runden Turm und weiter zum Schloss Christiansborg. Wir waren langsam müde und beschlossen zum Flughafen zurückzufahren.
Wir gingen noch in die Lounge von SAS, die von der Einrichtung sehr an IKEA erinnerte. Positiv waren die Apple-PC, die man kostenlos nutzen konnte. Als wir zum Gate aufbrechen wollte, wurde angezeigt, dass sich unsere Abflugzeit um eine Stunde verspäten würde (Grund: technisches Problem). Nach 30 Minuten kam jedoch ein Aufruf, dass man zum Boarding dringend zum Gate gehen soll. Es war aber noch die Passkontrolle auf dem Weg dorthin zu „überwinden“. Ein junger, dänischer Polizist schien noch nicht richtig zu wissen, wo er in den verschiedenen Pässen, die Visa bzw. Aufenthaltsgenehmigungen findet. So gab es mit dem Polizist noch eine recht intensiver geführte Diskussion. Dadurch kamen wir auch jetzt wieder fast zuletzt am Gate an.
Wir nahmen die Sitze ein und dann es auch gleich los. Die Flugroute verlief sehr weit nördlich und es war erstaunlich wie lange man die untergehende Sonne in 11.000 Meter Höhe sehen konnte. Erst kurz nach Mitternacht über Russland wurde es ganz dunkel. Auf der Karte sah ich, dass es an Bord auch Espresso gibt und ich bestellte mir einen nach dem Essen. Die Stewardess erklärte mir aber, dass die Kaffeemaschine gebrannt hat und ausgebaut werden musste und das der Grund für die Verspätung war. Da nahm ich dann als Ersatz einen Cognac. Der Pilot verkündete voller Stolz, dass wir trotz verspätetem Abflug pünktlich in Beijing landen werden.
Um 11:55 landeten wir bei sonnigem Wetter mit 30 Grad in Beijing. Zügig ging es durch die Passkontrolle und als wir am Gepäckband ankamen, kam auch schon unser Gepäck. Dem Taxifahrer beschrieben wir den kürzesten Weg in Beijing zur Wohnung. Das Wetter war sehr klar und wir konnten die Berge im Norden von Beijing während der Fahrt sehen.

2. Tage in Beijing

Die ersten Tage verbrachten wir wie in den vergangenen Jahren auch in Beijing. Wir hatten einige Sachen zu erledigen und daneben war Sightseeing, Shopping und gutes Essen angesagt. Es gab wieder einmal eine neue U-Bahn-Linie (es ist schon erstaunlich in welchem Tempo hier gebaut wird).
Dieses Mal wollte ich unbedingt einmal selbst zu einem TCM-Arzt. Das machten wir auch in den ersten Tagen. Die Diagnose wird hauptsächlich an Hand des Fühlens des Pulses an beiden Handgelenken und durch das Ansehen der Zunge getroffen. Meine inneren Organe sind in Ordnung war die Diagnose, doch für den Körper könnte ich trotzdem was tun. So wurde eine Mischung von Kräutern aufgeschrieben, die ein Stock tiefer zusammengemischt wurden. Diese Kräuter mussten aufgekocht und anschließend getrunken werden. Nun Lecker schmeckte es auf jeden Fall nicht.

3. Wuxi

Hotel Hubin in Wuxi
Hotel Hubin in Wuxi

Dieses Jahr wollten wir verschiedene Städte im Kanälen und Gärten ansehen. Diese liegen in der Provinz Jiangsu. Das ist etwa 150 km von Shanghai entfernt. Wir hatten 2 Plätze für den Softsleeper und am späteren Abend ging es vom Bahnhof in Beijing los. Die Fahrt dauert etwa 12 Stunden und ist 1337 km lang. Um 10:00 kamen wir am nächsten Morgen in Wuxi an. Wuxi hat ca. 4,5 Mio. Einwohner. Von dort ging es zuerst in das Hotel Hubin. Das Hotel liegt direkt am TaiHu, dem drittgrößten Binnensee Chinas. Wir hatten vom Zimmer einen Blick auf den See und dem Liyuan Garten davor. Das besondere ist, dass diese Gärten nach der Lehre von Feng Shui „aufgebaut“ sind und Orte der Entspannung und Meditation sind. Viele Gärten waren ursprünglich in Privatbesitz.

Ling Shan Park
Ling Shan Park

Vom Hotel aus machten wir einen kurzen Stopp für ein Essen und dann ging es weiter zum Ling Shan Park. Die Attraktion dort ist ein 88 Meter hoher stehender Buddha aus Bronze und einem Gewicht von 700 Tonnen. Es soll der größte stehende Buddha sein. Leider steht er am Nachmittag im Gegenlicht. Daneben gibt es den Lingshan Brahma Palast. Ein riesiges Bauwerk in dem auch eine Aufführung auf einer Rundbühne stattfindet mit imposanter Sounduntermalung. Daneben gab es noch den Mudra Mandala Palast und eine Säule aus der oben die Geburt Buddhas mit Wasserfontänen zelebriert wurde.

Liyuan Garten
Liyuan Garten

Danach ging es zurück nach Wuxi und einem gemeinsamen Abendessen. Anschließend in das Hotel und wir genossen den Blick auf den Garten bei Nacht.
Am nächsten Morgen gingen wir vor dem Frühstück in den Liyuan Garten vor dem Hotel. Es war sehr schön, da nur einige ältere Chinesen im Garten unterwegs waren und wir die morgendliche Ruhe genießen konnten. In Ruhe konnten wir uns den Garten ansehen und fotografieren. Danach ging es zum Frühstück ins Hotel. Wir hatten gar nicht gemerkt wie warm es schon war und wie wir bereits schwitzten.

Turtle Head Island
Turtle Head Island

Wir hatten uns danach verabredet und es ging zur Turtle Head Insel. Die Insel hat die Kontur eines Schildkrötenkopfes. Der Garten hat schon größere Dimensionen und mit dem Auto ging es durch ein Gate und dann paar Kilometer zum Parkplatz. Dann einige Meter zu Fuß und dann mit dem Schiff zur Insel. Auf der Insel gab es verschiedene Sehenswürdigkeiten wie Tempel, Pagode und Statuen sowie Natur. Die Besichtigung der Gärten ist gleichzeitig noch was für Bewegung. Bergauf und Bergab ging es. Der Inselrundgang dauerte knapp über eine Stunde bevor es mit dem Schiff wieder zurück ging. Zurück erkundeten wir den Rest des Schildkrötenkopfes. Unter anderem ging es durch einen wunderbaren Bambuswald. Die gesamte Tour dauerte etwas über 3 Stunden. Zwischendurch stärkten wir uns noch mit einer hervorragende Nudelsuppe mit verschiedenen Pilzen.
Dann ging es weiter mit dem Auto nach Tongli, unserem nächsten Ziel. Tongli befindet sich etwa 70 Km von Wuxi entfernt in südlicher Richtung. Am längsten dauerte es bis wir endlich Wuxi durchquert hatten und auf der Autobahn waren. Unser Bekannter hatte nur ein Problem mit dem Navi und war damit mehr beschäftigt als mit dem Verkehr und den Schildern auf der Autobahn. Das führte dazu, dass wir an der Überleitung auf eine andere Autobahn vorbeifuhren und dann auch noch auf der Autobahn anhielten. Mir war da nicht mehr wohl und wir waren froh als wir in Tongli ankamen (Das ist aber durchaus normal auf chinesischen Autobahnen).

4. Tongli

Tongli
Tongli

Tongli ist wirklich einmal eine kleine Stadt für chinesische Verhältnisse und bekannt für seine Altstadt, die von kleinen Kanälen durchzogen ist. Tongli selbst gehört zur Stadt Wujiang.
Wir waren für eine Nacht im Tongli River Lake Hotel mit Blick auf den See. Es war schon späterer Nachmittag und sag langsam nach Gewitter aus. Wir machten uns auf den Weg in die Altstadt. Wir schlenderten an den kleinen Kanälen entlang und es wurde durch das aufkommende Gewitter immer Dunkler. Es war schon teilweise recht schwierig bei den Lichtverhältnissen gute Bilder zu machen. Der Vorteil war, dass sehr wenige Menschen unterwegs waren und wir alles sehr gut und in Ruhe ansehen konnten. Über die Kanäle gab es immer wieder Bogenbrücken. Es sollen über 40 Brücken sein. An den Kanälen selbst gab es Restaurants und Cafes. Die Häuser sind bis eng an die Kanäle gebaut.

Durch die Nähe zum Kaiserkanal ließen sich hier früher viele Aristokraten und Kaufleute nieder. Donner kündigte immer intensiver das Gewitter an. Der Wind frischte zudem auf und wurde stärker. Die Einwohnen fingen an Hektisch ihre Sachen in die Häuser zu bringen. Wir beschlossen unseren Rundgang langsam zu beenden und ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Einige Meter mussten wir noch mit den ersten Regentropfen zurücklegen. Dann retteten wir uns in ein Restaurant. Draußen regnete es und ich gönnte mir erst einmal ein kühles Bier (der ganze Tag war sehr heiß gewesen). Wir stellten unser Abendessen zusammen und aßen gemütlich während es draußen regnete. Es regnete einfach vor sich hin und es war schon dunkel geworden. Ich wollte unbedingt die Kanäle noch bei Dunkelheit mit den Lampions fotografieren. Mit Schirm zogen wir durch den Regen. Leider stellte sich heraus, dass fast alles an den Kanälen dunkel war. Niemand wollte wohl bei dem Regen am Kanal sitzen und trinken. Eine Stelle fanden wir trotzdem.

Mit dem Taxi ging es zurück ins Hotel. Bei dem Regen machten wir uns im Hotel einen restlichen, gemütlichen Abend. Als wir am nächsten Morgen aufstanden, mussten wir erkennen, dass es immer noch regnete. Wir gingen erst einmal zum Frühstück. Danach war das Wetter nur bisschen besser, dass es mal regnete und kurze Zeit trocken blieb. Wir beschlossen trotzdem Tongli weiter zu besichtigen und fuhren in die Altstadt. Immer wieder mit dem Regenschirm in der Hand besichtigen wir die restlichen Gassen und Kanäle.
Zur Mittagszeit fuhren wir dann mit dem Taxi nach Suzhou, das etwa 20 Kilometer von Tongli entfernt liegt.

5. Suzhou

Suzhou ist geprägt von den vielen Gärten und dazu noch Kanälen. Es wird auch das Venedig des Ostens genannt. Suzhou selbst liegt am Kaiserkanal, der Beijing mit Hangzhou und damit 5 große Flüsse miteinander verbindet. Suzhou hat ca. 2,5 Mio. Einwohner.
Auf dem Weg nach Suzhou regnete es in Strömen. Wir hatten zwei Nächte im Hotel Pan Pacific gebucht. Unser Zimmer hatte einen schönen Blick auf eine Pagode. Es hörte nicht auf mit dem Regnen und so ließen wir uns mit dem Taxi in die Fußgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten fahren. Wir bahnten uns den Weg unter Dächern und um Pfützen herum, um möglichst nicht nass zu werden. Aber das war eigentlich unmöglich, denn es regnete so stark wie bei uns bei einem Gewitter. Der Regen kam schon durch den Schirm hindurch und die Schuhe waren voll mit Wasser. Wir entschieden uns dann einfach etwas zu Essen (was ich China ja grundsätzlich nie eine schlechte Idee ist). Als es danach immer noch kräftig regnete, machten wir uns einfach auf den Weg zurück ins Hotel und trockneten dort unsere Sachen.
Am nächsten Morgen regnete es nicht oder nur noch leicht. Wir nahmen einen erneuten Anlauf für unser Besichtigungsprogramm in Suzhou. Zu Beginn des 19. Jh. gab es in Suzhou über 170 Gärten. Jetzt sind es ca. 60 Gärte, von denen 9 von der UNSECO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Lion Grove Garten
Lion Grove Garten

Zuerst ging es zum Lion Grove Garten. Der Garten wurde ursprünglich von einem ZEN Mönch 1342 gestaltet, geriet mehrmals in Vergessenheit und wurde immer wieder neu aufgebaut. Er war schließlich ein Privatgarten, der 1949 China geschenkt wurde und seit 1954 öffentlich zugänglich ist. Der Garten hat eine Größe von 1,1 ha und gehört zum Weltkulturerbe. Obwohl wir recht früh dort waren, gab es schon viele Reisebussen mit Gruppen. Der Garten war für die vielen Menschen eigentlich viel zu klein. Es gab Gedränge und es war laut. Wir waren ziemlich genervt. Wir versuchten einen Weg durch den Garten zu finden, den nicht ganz so viele Menschen gingen. Schön war ein Teehaus in dem Garten, in dem alte Chinesen saßen. Wir beschlossen, den Rundgang zu Ende zu bringen und am nächsten Morgen auf einen Tee nochmals vorbeizuschauen.

Humble Administrator Garten
Humble Administrator Garten

Nur wenige Schritte entfernt lag der Garten des bescheidenen Beamten (Zhuozheng Yuan; Humble Administrator Garden). Der Garten ist insgesamt größer (ca. 52.000 m2) und damit verteilen sich die Menschen besser im Garten und ist damit angenehmer. Der Garten gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe. Ich habe in den Gärten immer den Überblick und die Orientierung verloren. Wir versuchten für die Bilder, die besten Motive herauszusuchen (viele Detailaufnahmen und andere Perspektiven). Der Garten wurde auch schon von vielen Persönlichkeiten und Politikern besucht (z.B. gab es ein Bild von Gerhard Schröder).

Tiger Hill Pagode
Tiger Hill Pagode

Weiter ging es mit dem Taxi zum Tiger Hill mit dem Huqui Tower (auch Yunyan Pagode oder Tiger Hill Pagode), einer Pagode auf dem Hügel. Die Pagode wurde Anfang 900 gebaut und hat eine Höhe von 47 Meter. Die Pagode ist leicht geneigt. Es fing jetzt wieder einmal an kräftiger zu regnen. Aber man gewöhnt sich ja an alles. So machten wir die Hälfte der Besichtigungstour bei der Pagode wieder im Regen.
Weiter ging es mit dem Bus und zu Fuß in die Fußgängerzone, wo wir uns erst einmal stärkten.

Lingering Garden
Lingering Garden

Anschließend ging es zum Lingering Garden. Es ist ein berühmter klassicher chinesischer Garten, der 1593 aufgebaut wurde und 23.310 m2 groß ist. Der Garten ist in 4 Segmente aufgeteilt: Ost, Zentral, West und Nord. Der Garten gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe. Wir erkundeten auch diesen Garten und spürten langsam unsere Füße.

Und nicht nur wir waren anscheindend vom dem Besichtungsprogramm müde ...

Lingering Garden
Lingering Garden
Blick vom Hotel auf Pagode
Blick vom Hotel auf Pagode

Nach dem Ende der Besichtigung ging es erst einmal zum Ausruhen in das Hotel zurück. Mir fehlten immer noch Bilder der Kanäle bei Dunkelheit.

Kanal bei Nacht
Kanal bei Nacht

Also gingen wir nochmals los. Mit dem Taxi ließen wir uns in die Richtung fahren und konnten dann noch einige Bilder machen. Leider gab es dort kein klassisches Teehaus mit Blick auf die Kanäle. Das hätten wir uns noch gerne zum Abschluss gegönnt. Mit dem Taxi ging es zurück und wir wollten in einem Kaufhaus noch ein paar Spezialitäten aus dieser Provinz kaufen. Leider waren wir erst kurz von 22:00 am Kaufhaus und wir durften nicht mehr herein. So kaufte ich noch Bier und wir ließen den Abend im Hotel ausklingen.

Lion Grove Garden
Lion Grove Garden

Am nächsten Morgen gingen wir gleich noch in der Frühe nochmals zum Lion Grove Garden. Es war auf jeden Fall weniger los als am Tag zuvor, doch Chinesen sind nun mal früh aufstehen gewohnt. In dem Teehaus waren auf jeden Fall nur alte Chinesen beim Tee trinken, Karten oder chinesisches Schach spielen. Wir gönnten uns dort eine längere Zeit und genossen die Atmosphäre dort. Von dort hatten wir auch einen guten Ausblick auf die nun hereinströmenden Touristen.

Qindao - Bahnhof
Qindao - Bahnhof

Zurück ging es wieder mit dem Taxi zum Hotel, Sachen zusammen packen, Auschecken und dann weiter mit dem Taxi zum Bahnhof. Am frühen Nachmittag ging unser Zug nach Qingdao. Wir hatten nur noch Hard Sleeper für die Reise bekommen. Wir machten es uns auf den Betten gemütlich und fingen an zu Lesen. In unserem „Abteil“ war noch eine Chinesin, die in den USA lebt und mit der ich mich später im Gang unterhielt. Dazu kam noch eine weitere Chinesin und beim Plaudern verging die Zeit recht schnell bis ich schließlich müde wurde und zu meinem Bett ging. Am frühen Morgen um 06:30 erreichte der Zug nach über 1.300 km Qingdao.

6. Qingdao

Qindao
Qindao

Nach unserer Tour durch die Städte und dem Ziel unserer Wohnung am Meer bot es sich an, in Qingdao einen Stopp einzulegen. Wir waren schon einmal vor einigen Jahren hier (damals war es im Oktober und recht kühl). Und wir mussten von hier aus auch mit dem Bus weiterfahren.
Qingdao, was soviel bedeutet wie „Grüne Insel“, liegt in der Provinz Shandong und hat knapp über 8 Mio. Einwohner. In Qingdao wurden 2008 die olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen. Qingdao war einmal von 1897 bis 1914 im „deutschen Besitz“.
Zuerst gaben wir am Bahnhof unser Gepäck ab und frühstückten etwas. Danach ging es bei Sonnenschein und blauem Himmel am Ufer entlang. Endlich mal keine Regengefahr. Überall gibt es noch „deutsche“ Häuser zu sehen. Zum Teil wirklich aus dieser Zeit, aber auch die Chinesen pflegen hier diese Bauweise und erhalten damit dieses Aussehen (natürlich gibt es auch moderne Hochhäuser dazwischen). Es gibt auch noch eine deutsche Strasse mit deutscher Beschriftung. Gegen Mittag hatten wir unseren Rundgang beendet und machten uns auf den Weg zur Busstation neben dem Bahnhof.
Für die Busfahrt nach Rushan rechneten wir mit ca. 2 Stunden. Es sind knapp über 160 km und eigentlich viel über Autobahn. Doch damit hatten wir uns sehr girrt. Es brauchte über eine Stunde bis wir überhaupt einmal am Rand von Qingdao waren. Immer wieder hielt der Bus um hier und da eine Person oder Pakete mitzunehmen. Und danach wurde es auch nicht besser, denn der Bus stoppte immer wieder. Irgendwann erreichten wir schließlich die Autobahn. Doch leider war unser Bus auch hier nicht der schnellste. Nach über 4 Stunden erreichten wir schließlich den neuen Busbahnhof von Rushan. Um nicht noch mehr Zeit zur Verlieren nahmen wir dann ein Taxi zur Wohnung.

7. Tage am Meer in Rushan

Wie in den Vorjahren auch verbrachten wir einige erholsame Tage am Meer. Seit dem letzten Jahr hatte sich nicht so viel verändert. Die Tage waren geprägt von einigen wenigen Aktivitäten wie Einkaufen auf dem Markt, Jogging, Spaziergänge, Relaxen am Strand und Schwimmen. Am Abend dann gemütlich frisches aus Meer essen und dann den Blick von der Wohnung auf das Meer genießen. Noch ein gutes Buch dazu, Musik im Hintergrund und ein Bier. So kann man die Seele baumeln lassen. Ich könnte das noch viel länger als die paar Tage hier aushalten.
Doch leider mussten wir dann wieder zurück nach Beijing. Der Zug fährt um 23:00 in Rushan ab und ist am nächsten Morgen um 12:30 in Beijing. Für diese Fahrt hatten wir wieder Soft Sleeper und Freunde hatten uns zum Bahnhof gefahren. In den Zug einsteigen und ab ins Bett.

8. Restliche Tage in Beijing

Essen in Beijing
Essen in Beijing

Die letzten Tage waren wie üblich geprägt von Shopping (Einkaufen von leckeren Sachen) und gut Essen gehen. Freunde in Beijing haben wir bei dieser Gelegenheit auch wieder getroffen.
Bei uns in der Nähe gab es noch ein Krankenhaus, bei dem wir Medikamente abholen mussten. Wir gingen dort nochmals zu einem TCM Arzt und ich bekam die erste Akupunktur in meinem Leben. Erstaunlicherweise schmerzten die Nadeln nicht besonders, die ich in den Kopf bekam. So saß ich dann 20 Minuten im Arztzimmer während andere Patienten hin und wieder ein- und ausgingen.

9. Rückflug

Am Mittag ließen wir uns in der Wohnung abholen und waren 30 Minuten später am Flughafen. Der Check-in war schnell erledigt und wie nutzen die Zeit bis zum Boarding und gingen in die Lounge. Ich holte mir ein paar Dumplings und Sushi. Wie schon fast auf Grund unserer Erfahrungen beim Hinflug zu Erwarten war das Boarding bei SAS früher als auf der Bordkarte aufgedruckt. Wir waren aber immerhin nicht ganz die letzten. Der Abflug fand aber dann doch erst zur normalen Zeit statt, da es Probleme mit dem Schließen der Tür vorne links gab. Fast jedes Besatzungsmitglied einschließlich Kapitän durfte sich einmal an der Tür versuchen. Eine Stewardess schaffte es schließlich, dass der Status der Türe mit „geschlossen“ angezeigt wurde. Die 10 Stunden Rückflug verbrachten wir mit Essen und zwischendurch mit Nickerchen. Diese Mal gab es auch Espresso.
Pünktlich gab es dann die Landung in Kopenhagen. Dieses Mal hatten wir nur 1,5 Stunden Aufenthalt und wir gingen wieder in die „Ikea-Lounge“. Ein bisschen Surfen an den MACs und die Zeit war schnell vorbei. Dieses Mal waren wir wirklich pünktlich zum Boarding und es ging zurück nach Deutschland, wo wie bei einem tollen Sonnenuntergang landeten.
Wenn es nur nicht wieder ein ganzes Jahr dauern würde, bis wir wieder in China sind …

Ankunft
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